Kennst du das auch?

Der August fühlt sich irgendwie nach Fülle an. Auf den Wochenmärkten lachen mich dunkle Brombeeren an, im Wald entdecke ich die ersten reifen Früchte am Wegesrand und im Garten hängen noch die letzten schwarzen Johannisbeeren.

Ich muss dann nie lange überlegen. Denn Beeren gehören für mich zu den wertvollsten Lebensmitteln überhaupt. Nicht weil sie gerade als „Superfood“ gefeiert werden.

Sondern weil sie direkt vor unserer Haustür wachsen, herrlich schmecken und unserem Körper genau das schenken, was er besonders in den Wechseljahren gut gebrauchen kann.

Gerade jetzt, wenn viele Frauen merken, dass Schlaf, Haut, Gewicht oder Energie nicht mehr selbstverständlich sind, dürfen kleine Veränderungen auf dem Teller Großes bewirken.

Und genau hier kommen Brombeeren, Heidelbeeren und schwarze Johannisbeeren ins Spiel.

Warum Beeren gerade in den Wechseljahren so wertvoll sind

Mit den Wechseljahren verändert sich vieles. Der sinkende Östrogenspiegel beeinflusst nicht nur den Hormonhaushalt. Auch Entzündungsprozesse im Körper nehmen häufig zu, die Haut verliert an Spannkraft, der Stoffwechsel wird langsamer und viele Frauen berichten von Konzentrationsproblemen oder dem berühmten „Brain Fog“.

Natürlich gibt es dafür keine einzelne Wunderfrucht. Aber genau deshalb liebe ich die Natur.  Sie schenkt uns Lebensmittel, die viele kleine Bausteine liefern, mit denen unser Körper täglich arbeiten kann. Beeren gehören eindeutig dazu.

Sie enthalten eine beeindruckende Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die unsere Zellen schützen und viele Stoffwechselprozesse unterstützen können.

🍇 Brombeeren – die Ballaststoffkönigin

Im August beginnt meine Lieblingszeit. Ich ziehe mit einer kleinen Schüssel los und meinem Fahrrad los und pflücke Brombeeren direkt am Wegesrand, im Knick.

Sie schmecken nicht nur herrlich aromatisch, sondern enthalten erstaunlich viele Ballaststoffe. Gerade wenn Verdauung und Stoffwechsel in den Wechseljahren etwas träger werden, ist das ein echter Pluspunkt. Außerdem stecken Brombeeren voller Anthocyane. Diese natürlichen Pflanzenfarbstoffe geben ihnen ihre tiefdunkle Farbe und werden intensiv erforscht, weil sie unsere Zellen vor oxidativem Stress schützen können.

Das macht Brombeeren besonders interessant:

  • viele Ballaststoffe
  • Vitamin C
  • Anthocyane
  • wenig Zucker
  • angenehm sättigend

🫐 Heidelbeeren – Nahrung für Kopf und Herz

Viele Frauen erzählen mir: „Ich vergesse plötzlich Dinge.“  „Ich finde die richtigen Worte nicht.“ „Mein Kopf fühlt sich manchmal wie Watte an.“

Diese Veränderungen kennen viele Frauen während der Wechseljahre. Heidelbeeren können zwar keine Hormone ersetzen. Sie liefern aber besonders viele Anthocyane und Polyphenole, die mit einer gesunden Gehirn- und Gefäßfunktion in Verbindung gebracht werden. Außerdem enthalten sie Mangan und Vitamin C.

Deshalb gehören sie für mich regelmäßig ins Frühstück oder einfach als Snack zwischendurch.

Schwarze Johannisbeeren – kleine Vitamin-C-Bomben

Sie stehen oft im Schatten anderer Beeren. Dabei zählen schwarze Johannisbeeren zu den vitaminreichsten heimischen Früchten überhaupt. Schon kleine Mengen liefern reichlich Vitamin C.

Dieses Vitamin unterstützt unser Immunsystem, trägt zur normalen Kollagenbildung bei und ist damit auch für Haut, Blutgefäße und Bindegewebe wichtig. Gerade wenn die Haut im Wechsel an Elastizität verliert, lohnt sich ein häufiger Griff zu diesen kleinen Kraftpaketen.

Ihr leicht herber Geschmack zeigt übrigens, dass sie besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.

Was alle dunklen Beeren gemeinsam haben

Einen einfachen Merksatz: Je dunkler die Beere, desto mehr Pflanzenkraft steckt häufig in ihr.

Die intensive Farbe stammt meist von Anthocyanen. Diese sekundären Pflanzenstoffe werden seit Jahren wissenschaftlich untersucht. Sie stehen unter anderem im Zusammenhang mit dem Schutz vor oxidativem Stress und können Entzündungsprozesse positiv beeinflussen.

Für mich ist das ein weiterer Grund, den Sommer in vollen Zügen auszukosten.

Beeren statt exotischer Superfoods

Immer wieder begegnen mir teure Pulver, exotische Beeren oder Nahrungsergänzungsmittel mit großen Versprechen. Dabei wachsen einige der nährstoffreichsten Lebensmittel direkt vor unserer Haustür, wie die Brombeeren, Heidelbeeren und Schwarzen Johannisbeeren. Dazu kommt sie sind regional, saisonal und frisch.

Genau das liebe ich an einer basischen Ernährung. Sie braucht keine langen Transportwege und keine Hochglanzverpackung. Sie nutzt das, was uns die Natur gerade schenkt.

Mein persönlicher Tipp

Wenn ich im August spazieren gehe, nehme ich oft eine kleine Schüssel mit. Nicht, weil ich möglichst viele Brombeeren sammeln möchte, sondern weil mich dieses Pflücken entschleunigt. Es erinnert mich jedes Mal daran, dass Gesundheit nicht kompliziert sein muss.

Manchmal wächst sie einfach am Wegesrand nd genau dort beginnt für mich echte Prävention.

🍓 Ich empfehle

Meine 5 liebsten Beeren-Momente im August

  • eine Handvoll Brombeeren nach dem Spaziergang
  • Heidelbeeren ins Frühstück
  • schwarze Johannisbeeren im Smoothie
  • Beeren als Dessert statt Süßigkeiten
  • einen kleinen Vorrat einfrieren – so schmeckt der Sommer auch im Winter